Moritzhof hat endlich einen Plan

von Kristina Auer 11. Januar 2018

Besser spät als nie: Die Jugendfarm Moritzhof und die gesamte Grünfläche nördlich des Gleimtunnels werden durch einen Bebauungsplan gesichert.


23 Jahre – so lange kann es in Pankow schon mal dauern, einen Bebauungsplan aufzustellen. Konkret ist das gerade nördlich des Mauerparks passiert: Das Gebiet, auf dem die Jugendfarm Moritzhof mit Weideflächen, ein Spielplatz und der Kletterfelsen stehen, wird jetzt mit einem Bebauungsplan gesichert.  Nebenan entsteht bekanntlich gerade ein umstrittenes Wohngebiet.

Die Idee, den „Bebauungsplan IV-45 für das Gelände zwischen Bahnanlagen, Schwedter Straße, Gleimtunnel und der Bezirksgrenze zum Bezirk Mitte“ aufzustellen, stammt aus dem Jahr 1995. Nach der Wiedervereinigung setzten sich die Anwohner dafür ein, dass auf dem ehemaligen Mauerstreifen Grünflächen entstehen sollten. Die Idee eines Kinderbauernhofs im Mauerpark gab es schon seit dem Jahr 1990. Um die Nutzung des Gebiets nördlich des Gleimtunnels als Park und für Freizeiteinrichtungen festzulegen, wurde 1995 die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen.

So ein Bebauungsplan ist allerdings eine bürokratisch aufwendige Sache. Und auch die Pläne für den Kinderbauernhof zogen sich, von der Standortsuche zur Finanzierung über einen Baustopp aufgrund Berlins angespannter Haushaltslage. Eröffnen konnte der Moritzhof letztendlich im Jahr 2000. Benannt ist er nach einem einhörnigen Ziegenbock, der damals die Hofattraktion war.

 

Was lange währt…

 

Zeitsprung ins Jahr 2018: Inzwischen sind alle Hürden auf dem Weg zum Bebauungsplan genommen. Dem Aufstellungsbeschluss sind ein Verordnungsentwurf, eine zusammenfassende Erklärung und eine über 50-seitige Begründung samt Umweltbericht gefolgt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Bebauungsplan im Dezember einstimmig beschlossen. „Damit steht der Bebauungsplan jetzt unmittelbar vor dem Abschluss“, sagte der Ausschussvor…

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