Direktkandidaten-Check: Stefan Gelbhaar (Grüne)

von Redaktion der Prenzlauer Berg Nachrichten 5. September 2017

Wer sind die Direktkandidaten im Wahlkreis Pankow und wie wollen sie sich im Bundestag für unseren Kiez einsetzen? Das haben wir sie im PBN-Steckbrief gefragt. Teil 4: Stefan Gelbhaar (Grüne).

Wer soll unseren Kiez vertreten? Vor der Bundestagswahl am 24. September kämpfen in Prenzlauer Berg die DirektkandidatInnen gleich in zwei Wahlkreisen um Wählerstimmen. Damit Ihr sie persönlich kennenlernen könnt, haben wir die KandidatInnen im Wahlkreis Pankow am 8. September zur Podiumsdiskussion in den Gemeindesaal der Immanuelkirche eingeladen. Vorab haben wir sie gebeten, diesen Steckbrief auszufüllen. Hier kommen die Antworten von Stefan Gelbhaar:

 

Wer sind sie?

Stefan Gelbhaar, 1976 in Friedrichshain geboren, an der Humboldt-Uni Rechtswissenschaften studiert, bin Rechtsanwalt. Seit 2006 im Berliner Abgeordnetenhaus, dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Verkehrspolitik, Medien- und Netzpolitik.

 

Wohnen Sie hier im Kiez?

Ja, ich wohne in der Nähe des Schlossparks. Ich bin in Pankow aufgewachsen, war im Tivoli zum ersten Mal im Kino. Eingeschult wurde ich an der 30. POS, am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium hab ich Abi gemacht. In der Maria Heimsuchung sind meine Kinder geboren worden. Im Prenzlauer Berg habe ich als Anwalt gearbeitet, nun vertrete ich – direkt gewählt – den Wahlkreis rund um den Kollwitzplatz.

 

Prenzlauer Berg in drei Worten?

Westen im Osten.

 

Warum wollen Sie in den Bundestag?

Ich will den politischen Forderungen, die uns in Berlin bewegen, Gehör und Stimme verschaffen. Das gilt besonders für gesunde, umweltfreundliche Mobilität, bezahlbare Mieten, faire Arbeitsverhältnisse, insgesamt für eine offene Gesellschaft. Bei allen Entscheidungen will ich auch einen internationalen Blick: wie gerecht ist das, europäisch und international gedacht?

 

Ihre Top 3 der politischen Lieblingsthemen?

Im Berliner Abgeordnetenhaus habe ich mit viel Zeit und Energie für die Verkehrswende und die Fahrradstadt Berlin gearbeitet. Medien- und Netzpolitik ist hier mein zweites Steckenpferd. Schließlich ist der „Osten“ für mich ein enorm wichtiges politisches und emotionales Thema.

 

Wie würden Sie sich im Bundestag für unseren Kiez und unsere Lebensbedingungen einsetzen?

Mehr Geld für Bus, Bahn und Fahrrad sowie eine fahrradfreundliche StVO, also Klimaschutz ganz einfach. Eine echte, funktionierende Mietpreisbremse, Neubau von günstigen Wohnungen. Die digitale Dividende generieren und gerecht verteilen – beispielsweise mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben schaffen.

 

Und was genau braucht Prenzlauer Berg?

Sichere Verkehrs- und insbesondere Schulwege, eine bessere personelle Ausstattung der Kitas, ausreichend bezahlbaren Wohnraum.

 

Heißt es eigentlich Prenzlauer Berg oder Prenzlberg?

Prenzlauer Berg…aber das ist mir ziemlich egal.

 

Und sagt man in oder im Prenzlauer Berg?

Ich sag im. Aufm wär natürlich richtiger 😉

 

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Gute Wahl wünschen die Prenzlauer Berg Nachrichten !

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Information und Berichterstattung rund um die Bundestagswahl am 24. September sind uns bei den Prenzlauer Berg Nachrichten ein wichtiges Anliegen. Wir berichten ausführlich über den Wahlkampf im Lokalen und die wichtigsten Themen für unseren Kiez. Alle Texte rund um die Wahl sind frei zugänglich. Damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst, organisieren wir am 8.September ehrenamtlich eine Podiumsdiskussion mit den Pankower DirektkandidatInnen.

All das können wir nur tun, weil uns engagierte Prenzlauer Berger wie Du mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen. Wenn Dir politische Bildung und lokale Berichterstattung wichtig sind, bitte unterstütze unsere Arbeit und werde jetzt Mitglied. Vielen Dank!

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