20 Mio-Projekt: Schule in Pasteurstraße wird erneuert

von Kristin Freyer 16. März 2012

Für knapp 20 Millionen Euro soll das in der Pasteurstraße gelegene Schulgebäude instandgesetzt und energetisch saniert werden. Auch eine neue Sportanlage soll entstehen, für weitere 10 Millionen.

Am gestrigen Donnerstag haben Christine Keil (Die Linke), Stadträtin für Immobilienmanagement, und der Architekt Ulrich Junk den Weg für die denkmalgerechte Instandsetzung des Schulstandortes in der Pasteurstraße und dem Neubau einer Sporthalle in der Dietrich-Bornhoeffer-Straße geebnet und den Vertrag für die größte Investitionsmaßnahme Pankows im Bereich des Hochbaus unterzeichnet. Insgesamt 30,7 Millionen Euro sollen die Neu- und Umbaumaßnahmen kosten.

Noch bis vor wenigen Jahren war in dem Gebäude in der Pasteurstraße das gleichnamige Gymnasium untergebracht. Wegen mangelnder Schülerzahlen schloss das Amt die Schule. Doch inzwischen habe sich diese Situation verändert, so Christine Keil. Um den steigenden Grundschülerzahlen der vergangenen Jahre gerecht zu werden, sei die Eröffnung eines weiteren Gymnasiums sehr wichtig. Insgesamt 510 Schüler, verteilt auf drei Klassen pro Jahrgang, sollen ab 2016 an diesem Standort unterrichtet werden.

 

2014 soll es losgehen

 

Das Gebäude, das nach Angaben Keils noch bis zu den Sommerferien von der Kurt-Schwitters-Oberschule als Ausweichstandort genutzt wird, soll – nach eventueller Zwischennutzungen – spätestens ab 2014 leer stehen und dann zwei Jahre saniert und umgebaut werden. Laut Keil werden knapp 20 Millionen Euro für die Grundinstandsetzung und die denkmalgerechte Sanierung des Schulensembles eingesetzt. Bezahlt werde die Investition vom Land Berlin.

Für die energetische Sanierung der fast hundert Jahre alten Schule sollen unter anderem die Fenster und alten Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Auch die Feuchtigkeits- und zum Teil noch sichtbaren Kriegsschäden wolle man beseitigen. „Die Aula wurde im Krieg zerstört und danach mit einfachen Mitteln provisorisch wieder instandgesetzt“, sagte Architekt Ulrich Junk.

 

Auch Vereine und andere Schulen sollen die neue Anlage nutzen

 

Die für Denkmalpflege zuständige Architektin Heide-Rose Kristen verwies auf die sehr gute Grundsubstanz des Schulhauses. „Wir wollen die Aula wieder für Musik und Darstellendes Spiel zur Verfügung stellen“, sagte sie. „Dafür muss die Schulspeisung aber ins Untergeschoss weichen.“ Mit dem Umbau des 500 Quadratmeter großen Lehrhauses, das den Pädagogen früher als Wohnraum zur Verfügung stand, soll das Unterrichtsgebäude zudem vergrößert werden. Um die Schule barrierefrei zu machen, wolle man außerdem Aufzüge installieren.

Um dem Sporthallendefizit in der Gegend rund um die Pasteurstraße entgegen zu wirken, soll auf dem angrenzenden, etwa 2000 Quadratmeter großen Areal in der Dietrich-Bornhoeffer-Straße 6 bis 9, zudem eine Sporthalle mit Außenanlagen errichtet werden. Neben den Schülern des neuen Gymnasiums sollen auch andere Schulen, beispielweise die benachbarte Homer-Grundschule, aber auch Sportvereine das Sportgelände nutzen dürfen.

 

Zwei der vier benötigten Grundstücke konnten bisher erworben werden

 

Nach Angaben von Stadträtin Keil stehen für den Bau der Anlage und den Grundstückskauf knapp zehn Millionen Euro zur Verfügung. Zwei der insgesamt vier erforderlichen Baugelände konnten bereits erworben werden, bei den anderen beiden sei man aber bisher zu keiner Einigung mit den Eigentümern gekommen. Daher sei bis jetzt auch nicht klar, wann mit dem Bau begonnen werden könne. Aus diesem Grund bleibe auch die alte Turnhalle im Schulhaus bis auf Weiteres erhalten.

Die neue Sporthalle in der Dietrich-Bornhoeffer-Straße soll aus vier Hallenteilen bestehen und sowohl barrierefrei als auch wettkampfgerecht sein. Auf der Außenanlage sollen unter anderem eine Laufbahn und eine Weitsprunggrube entstehen. 

 

 

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