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Superwahlsonntag in Berlin: Unser Liveticker

von Redaktion 26. September 2021

Wer verteidigt sein Mandat für Pankow im Bundestag, welche Parteien ziehen in das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung ein? Prenzlauer Berg im Liveticker.


von Christina Heuschen, Katharina Angus und Julia Schmitz

Wir verabschieden uns an dieser Stelle für eine kurze Nachtruhe! Im Laufe es Tages halten wir die Zahlen für die Abgeordnetenhauswahl und Bezirksverordnetenversammlung für euch bereit. Danke fürs Mitlesen!

5.27 Uhr
Nun steht auch das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl für den Wahlkreis 76 (Pankow) fest: Stefan Gelbhaar (Grüne) zieht mit 25,5 % an Klaus Mindrup (SPD) vorbei – und verbucht satte 11,3 % mehr als bei der Wahl 2017. Die Zweitstimmen zeigen ein ähnliches Bild: Da gibt es 26,4 Prozent für die Bündnisgrünen. Den stärksten Verlust muss diesmal Die Linke verdauen – 12,6 % Stimmen weniger bei der Erst- und 9,6 % bei der Zweitstimme.

In unserem Interview mit den Direktkandidat*innen hatten wir Stefan Gelbhaar gefragt, was ihm in seinem  Wahlkreis besonders am Herzen liegt: „Im Prenzlauer Berg wollen ganz viele Leute wohnen, weil es auch sehr schön zu leben ist. Das zu erhalten, aber trotzdem die Stellschrauben zu drehen – und da komme ich wieder zum Verkehr – dass du dich wirklich überall sicher im öffentlichen Raum bewegen kannst, das ist eine wichtige Aufgabe für mich.“

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Screenshot: Landeswahlleitung Berlin

 

2.31 Uhr
Ein vorläufiges Wahlergebnis zur Bundestagswahl liegt nun aus dem Wahlkreis 83 (Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost) vor. Canan Bayram (Bündnis 90/Die Grünen) konnte demnach mit 37,8 % ihr Direktmandat verteidigen. Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2017 gewann sie sogar 11,5 %-Punkte hinzu.

Auch bei den Zweitstimmen haben die Grünen mit 36,7 % eindeutig im Wahlkreis gewonnen. Hier hat die Partei sogar 16,3 %-Punkte im Vergleich zur letzten Wahl zugelegt. Weit dahinter liegt an zweiter Stelle die SPD mit 19,2 % und die Linke an dritter Stelle mit 18,1 %. Die CDU musste in diesem Jahr einige Verluste hinnehmen. Die Partei liegt nur noch bei 7 %. 6,4 % der Stimmen gingen an die FDP, 4,1 % an die AfD und 8,5 % an die sonstigen Parteien.

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2 Uhr
Die Auszählung der beiden für Prenzlauer Berg relevanten Bundestagswahlkreise geht nur zäh voran. Wir kochen nochmal Kaffee und warten darauf, dass die Daten aus den restlichen 31 Gebieten in Pankow und den 5 Gebieten aus Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost eintrudeln.

Unterdessen ist in Sachen Abgeordnetenhaus der erste Wahlkreis – Pankow 1 – bei den Erststimmen vollständig ausgezählt: Hier ist die CDU die stärkste Kraft. Im wahrsten Sinne des Wortes: Der Gewinner heißt nämlich Johannes Kraft und dürfte den meisten Pankower*innen für seinen Einsatz in der Bezirksverordnetenversammlung bekannt sein. Der Sieg bei den Zweitstimmen geht in Pankow 1 allerdings an die SPD. Die Wahlkreise 6,7,8 und 9 sollten ebenfalls bald durch sein – mit voraussichtlich dreimal den Grünen als Gewinnern und einmal der SPD (Wahlkreis 9). Und in Wahlkreis 3? Da gibt es offensichtlich einen Stimmen-Gleichstand

 

1.25 Uhr
Pankows Politiker*innen sind auf Twitter scheinbar kollektiv verstummt – das heißt aber nicht, dass bei den Wähler*innen nicht fleißig diskutiert und kommentiert wird. Zum Beispiel über das immer größer werdende Minus der AfD in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow:

 

1 Uhr
Gegen 1.30 Uhr werde das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl erwartet, hatte die Landeswahlleiterin Petra Michaelis am Mittwoch in einer Pressekonferenz im Roten Rathaus gesagt. Das könnte knapp werden: Im Wahlkreis 76 müssen noch 45 Gebiete ausgezählt werden. Und es sieht nach wie vor ganz so aus, als würde Stefan Gelbhaar (Grüne) das Direktmandat mit nach Hause nehmen. In Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost ist man übrigens deutlich flotter: Hier fehlen nur noch 10 Gebiete – und Canan Bayram (Grüne) hat mit 37,6 % längst alle anderen Kandidat*innen abgehängt.

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Screenshot: Amt für Statistik

 

23.52 Uhr
Es liegen neue Ergebnisse aus der Wahl der Bezirksverordnetenversammlung vor. Mittlerweile wurden in Pankow 204 von 331 Wahlstellen ausgezählt. Die Grünen liegen derzeit mit 22,8 %  vorne. Mittlerweile haben sich die Zahlen für Die Linke verbessert: Die Partei steht nun mit 19 % an zweiter Stelle. Die SPD folgt mit 17,8 %. Die CDU liegt bei 12,57 %, die FDP bei 5,8 % und die AfD bei 9,1 %. 12,8 % gehen an die sonstigen Parteien.

Die Linke, die im Bezirk mit Sören Benn derzeit den Bürgermeister stellt, verzeichnet aktuell einen Verlust von -2,1 % im Vergleich zur Wahl 2017. Die meisten Stimmen musste bisher allerdings die AfD abgeben: Bei -4,3 % steht das Minus derzeit. Die FDP kann sich dagegen über einen Zuwachs von 1,9 % freuen.

 

23.45 Uhr
Knapp sechs Stunden nach Beginn der Auszählungen für die Bundestagswahl bietet sich im Wahlkreis 76 (Pankow) ein verändertes Bild: Jetzt liegt Stefan Gelbhaar (Grüne) mit 23,1 % an der Spitze – Klaus Mindrup (SPD) folgt mit 22 % knapp dahinter. Auch bei der Zweitstimme führen die Grünen derzeit mit 23,9 %. Noch müssen 65 Gebiete ausgezählt werden.

 

23 Uhr
Wir haben es zwar mittlerweile verstanden, aber dass das Amt für Statistik in den Diagrammen die CDU in ein dunkles Blau taucht und die AfD in das hellere Blau, ist ein bisschen irritierend.

Screenshot: Amt für Statistik

 

22.30 Uhr
Und dann hätten wir ja noch eine dritte Wahl, die ausgezählt werden muss: Die Bezirksverordnetenversammlung. Da könnte Pankow vor einem Wechsel stehen. Zwar wurde gerade erst mit der Auszählung der Stimmen begonnen, doch bei diesen liegen die Grünen mit derzeit 20,7 % deutlich vorne – die SPD folgt mit 18,4 %, Die Linke mit 18,1 %, die CDU liegt bei 12,5 %, die FDP bei 5,9 %, die AfD bei 11,4 % und 13 % gehen an die sonstigen Parteien.

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22.20 Uhr
Laut einer ersten Hochrechnung von 22:18 Uhr haben in Pankow 58,1% für den Gesetzesentwurf der Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ gestimmt, 38,8% dagegen. Für gesamt Berlin liegen die Hochrechnungen aktuell bei 57,1% dafür und 38,6% dagegen.

 

21.55 Uhr
Und wie ist die Lage bei der Abgeordnetenhauswahl in den Wahlkreisen 6, 7, 8 und 9, zu denen Prenzlauer Berg gehört? Fast flächendeckend Grün: Im Wahlkreis 6 liegt Andreas Otto (Grüne) mit 40,9 % vorn, Wahlkreis 7 führt Julia Schneider (Grüne) mit 24,8 % an und im Wahlkreis 8 steht Daniela Billig mit 39,9 % an der Spitze. Wahlkreis 9 gehört bisher Tino Schopf (SPD) mit 29,7 %. Die Zahlen sind aber noch mit Vorsicht zu genießen, denn bisher sind erst wenige Wahllokale ausgezählt worden – die meisten in Buch und Karow, die wenigsten in Pankow-Nord und Pankow Süd.

 

21.30 Uhr
Die Linke muss bei der heutigen Bundestagswahl im Vergleich zu der 2017 im Wahlbezirk 76 (Pankow) derzeit 13,3 % Verlust bei der Erststimme und 10,2 % bei der Zweitstimme hinnehmen – was sicherlich auch daran liegen mag, dass Stefan Liebich in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl stand. 2009, 2013 und 2017 hatte er das Direktmandat für den Wahlkreis gewonnen, aber nicht erneut kandidieren wollen. An seine Stelle rückte Udo Wolf, der bisher im Berliner Abgeordnetenhaus saß.

 

21.20 Uhr
Nun trudeln auch die ersten Zahlen der Abgeordnetenhauswahl für Pankow ein. Momentaner Stand: Bei der Erststimme liegt die SPD mit 20,9 % vorn, gefolgt von der CDU mit 17,0 %, Die Grünen mit 16,6 %, Die Linke mit 15,6 %, der AfD mit 14,0 %, der FDP mit 5,7 % und sonstigen Parteien mit 10,3 %.

Bei der Zweitstimme führt ebenfalls die SPD mit 20,6 % – mit einigen Prozentpunkten Unterschied folgt Die Linke mit 15,8 %, CDU und Grüne mit jeweils 15,2 %, AfD mit 13,0 %, FDP mit 6,6 % und Sonstige mit 13,3 %.

Die Zahlen ändern sich aktuell fast minütlich – und schwanken mitunter ziemlich heftig. Auch was die Auszählung der einzelnen Wahlstellen angeht, gibt es noch deutliche Unterschiede: Aus dem Pankower Wahlkreis 1 (Buch und Karow) wurden die meisten Stimmen übermittelt, während es aus Pankow-Süd und Heinersdorf noch gar keine Ergebnisse gibt.

 

21.13 Uhr
Für die Erststimme bei der Bundestagswahl zeichnet sich im Wahlkreis 83 ein etwas anderes Bild ab: Canan Bayram (Bündnis 90/Die Grünen) liegt mit 37,3 % weit vor allen anderen Kandidierenden. Damit würde die Grünen-Politikerin ihr Direktmandat verteidigen. An zweiter Stelle folgt Pascal Meisner (Linke) mit 18,4 %. Platz drei belegt Cansel Kiziltepe (SPD) mit 17, 5 %. Dahinter folgen Kevin Kratzsch (CDU) mit 7,3 %, Ann Cathrin Riedel (FDP) mit 5,2 % und Sibylle Christine Schmidt (AfD) mit 4,2 %.

Auch bei den Zweitstimmen führt die Grünen derzeit mit 36 %. Es folgt die SPD mit 19,2 %. Nur knapp dahinter liegt mit 19,0 % die Linke. An vierter Stelle steht die CDU mit 6,6 %. Es folgen die FDP mit 6,0 und die AfD mit 4,5 %.

 

20:50 Uhr
Alle 15 Minuten verschickt das Amt für Statistik an die Presse eine neue Tabelle mit Zahlenkolonnen, kurze Zeit später stehen die Ergebnisse auch online zur Verfügung. Für die Erststimme bei der Bundestagswahl zeichnet sich derzeit ab: Klaus Mindrup (SPD) könnte das Direktmandat für den Wahlkreis 76 holen – er liegt mit derzeit 22,2 % der Stimmen knapp vor Stefan Gelbhaar (Grüne) mit 21,5 %. Auch bei den Zweitstimmen führt die SPD mit 22,4 %, die Grünen folgen mit 22,3 Prozent. Platz drei belegt derzeit Die Linke mit 15,5 % für Udo Wolf und 13,3 % bei der Zweitstimme.

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Diagramm: Prenzlauer Berg Nachrichten

 

20.25 Uhr
Nun gibt es auch einen ersten Zwischenbericht zu den Erststimmen bei der Bundestagswahl aus dem Bezirk Pankow. Hier sind derzeit im Wahlkreis 76 (Pankow) 15 von 269 Wahllokale ausgezählt – das macht 5, 6 Prozent. Im Wahlkreis 83 (Friedshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost) wurden bereits 79 von 379 Wahllokale ausgezählt, also 20,8 Prozent. Von den ausgezählten Stimmen waren in Pankow 1, 8 Prozent und in Friedshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost 1, 3 Prozent ungültig. Die Zahlen aktuell:

CDU 13,5%
Linke 14,6%
SPD 21,3%
Grüne 20,5%
AfD 14,4%
FDP 7,4%

 

19.45 Uhr
Während bereits die ersten Ergebnisse aus Brandenburg zur Bundeswahl von der Landeswahlleitung eintrudeln… wird in Berlin noch immer ausgezählt. Oder weiterhin angestanden. Und für die Fans von Zahlen: 235.647 Wahlberechtigte für die Bundestagswahl gibt es im Wahlbezirk 76 (Pankow), 220.014 Wahlberechtigte im Wahlkreis 83 (Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost).

 

19.30 Uhr
Mehr als eine Stunde nach dem offiziellen Ende der Wahl: Prenzlauer Berg hat noch nicht fertig

18.30 Uhr
Offiziell sind die Wahllokale seit 18 Uhr geschlossen – doch auch in Prenzlauer Berg warten noch immer unzählige Menschen darauf, ihre Stimme abgeben zu können.

 

18.19 Uhr
Auch die ersten Hochrechnungen der ARD für die Bundestagswahl sind da:

    • SPD: 25,0 %
    • CDU: 25,0 %
    • Grüne: 15,0 %
    • FDP: 11,0 %
    • AfD: 11,0 %
    • Linke: 5,0 %
    • Sonstige: 8,0 %

Diagramm: Prenzlauer Berg Nachrichten

 

18 Uhr
Die ersten Hochrechnungen der ARD für das Abgeordnetenhaus Berlin sind da:

      • SPD: 21,5 Prozent
      • CDU: 15,0 Prozent
      • Linke: 14,5 Prozent
      • Grüne: 23,5 Prozent
      • AfD: 7,0 Prozent
      • FDP: 7,5 Prozent
      • Sonstige: 11 Prozent

Diagramm: Prenzlauer Berg Nachrichten

 

17.30 Uhr
Auch im Wahllokal in der Kurt-Schwitters-Schule auf der Greifswalder Straße sind derzeit keine Stimmzettel mehr vorhanden, berichtet eine Leserin. Außerdem sei die Schlange den ganzen Tag über sehr lang gewesen. „Ich stelle mich kurz vor 18 Uhr nochmal an und hoffe ich muss dort nicht übernachten“, schreibt sie. Auch in der Husemannstraße kommt es eine halbe Stunde vor Schließung der Wahllokale zu Ansammlungen:

 

16 Uhr
Und wie sieht es mit der bundesweiten Wahlbeteiligung bisher aus? Bis 14 Uhr haben laut Bundeswahlleiter 36,5 Prozent der Wahlberechtigen ihre Stimme vor Ort im Wahllokal abgegeben, nicht eingerechnet sind die Stimmen der Briefwähler*innen. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten am späten Mittag bereits 41,1 Prozent ihre Kreuze gemacht – da waren aber auch die Wartezeiten nicht so lang wie in diesem Jahr.

 

15:30 Uhr
In Berlin herrscht ein gewisses Chaos: Wahlhelfer*innen berichten, dass in manchen Wahllokalen keine Stimmzettel mehr verfügbar sind und der Nachschub aufgrund der Sperrungen für den Marathon nicht durchkommt, in anderen Wahllokalen wurden die Stimmzettel aus dem falschen Bezirk bereitgelegt. Auch die Wartezeiten sind an vielen Orten nicht kürzer geworden. Die Landeswahlleitung weist deswegen noch einmal darauf hin, dass alle, die um 18 Uhr noch in der Warteschlange stehen, auch noch wählen dürfen – wer später kommt, hat dann aber Pech gehabt.

 

13.30 Uhr
„Die Wahl in den 2.257 Berliner Wahllokalen verläuft bisher ruhig“, heißt es in einer Pressemitteilung der Landeswahlleiterin. Um zwölf Uhr habe die Wahlbeteiligung im Stadtgebiet bei 27,4 Prozent gelegen. Das sei ungefähr so viel wie bei der letzten Bundestagswahl 2017 – da lag die Beteiligung um die Uhrzeit bei 27,2 Prozent. Die höchsten Zahlen verzeichnet aktuell Steglitz-Zehlendorf mit 30,1 Prozent; Pankow liegt mit 27,1 Prozent bei der Wahlbeteiligung an achter Stelle der Berliner Bezirke.

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Die Wartezeit vor den Wahllokalen beträgt teilweise mehr als eine Stunde / Foto: Julia Schmitz

 

12 Uhr
Der Andrang auf die Wahllokale im Stadtteil ist weiterhin groß – teilweise stehen die Wahlberechtigten bis auf die Straße. „Ich habe noch bei keiner Wahl so lange anstehen müssen“, meint eine Wählerin im Kollwitzkiez, die fast anderthalb Stunden warten musste. Nutzen heute mehr Menschen als sonst ihre Stimme oder liegt es daran, dass man für sechs Kreuzchen einfach mehr Zeit benötigt – und es darüber hinaus nur zwei Wahlkabinen gibt?

2.469.175 Berliner*innen sind berechtigt, ihre Stimme bei der Bundestagswahl abzugeben; bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus sind es knapp 20.000 Personen weniger, bei der Wahl der Bezirksverordnetenversammlungen ca. 27.000 Personen mehr – denn zu letzterer sind auch die 16- und 17-Jährigen sowie in Berlin lebende ausländische Staatsangehörige aus der EU zugelassen. Mit 988.201 Briefwählern nutzten darüber hinaus fast 300.000 Menschen mehr als bei der vergangenen Wahl die Möglichkeit, vorab zu wählen. Ob die Wahlbeteiligung in diesem Jahr tatsächlich höher ist als sonst, werden wir allerdings erst am Abend erfahren.

 

11.30 Uhr
Wir treffen Klaus Mindrup (SPD) auf der Oderberger Straße. Der Bundestagsabgeordnete geht gelassen durch den Wahltag, auch wenn für ihn alles auf dem Spiel steht: Nur wenn er mit der Erststimme den Wahlkreis 76 (Pankow) gewinnt, behält er sein Mandat im Bundestag. Ein Einzug über die Landesliste ist nicht möglich.

 

10 Uhr
Die Wahllokale haben seit zwei Stunden geöffnet. Auf dem Schulhof der Grundschule am Teutoburger Platz hat sich bereits eine lange Schlange von Wahlberechtigten gebildet. Das liegt natürlich auch an den verschärften Hygienebedingungen, die aufgrund der Pandemie herrschen, nur wenige Personen dürfen sich gleichzeitig in dem kleinen Raum befinden – und der ist mit den ganzen Wahlhelfer*innen schon gut gefüllt.

Insgesamt sechs Kreuze dürfen Berliner*innen heute machen – welche das sind und für welche Politiker*innen ihr in Prenzlauer Berg abstimmen könnt, gibt es zum Nachlesen noch einmal in unserer Übersicht. Alle Interviews mit den Kandidat*innen des Bundestags und des Bürgermeisteramts von Pankow sowie die Themenkomplexe, zu denen wir die für das Abgeordnetenhaus Berlin antretenden Parteien befragt haben, findet ihr auf unserer Sonderseite zum Wahljahr 2021.


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