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Puhlmannhof Kastanienallee Entwurf 940x486

Alltag | Kastanienkiez

Erste Bewohner ziehen in den Puhlmannhof

28.04.2016 | Joanna Itzek | 3 Kommentare

UPDATE Der Schickimicki-Neubau in der Kastanienallee - aka Puhlmannhof - ist fast fertig. Im Sommer ziehen Eigentümer und Mieter ein. Im PR-Sprech: Alle "Wohnbausteine" sind "am Markt platziert worden". Nur die Ladenfläche noch nicht.

UPDATE vom 28. April 2016

Die Kastanienallee ist bald um 40 Wohnungen und 10 Büros oder Läden reicher: Ab Sommer ziehen Mieter und Eigentümer in den Puhlmannhof ein, wie die zuständige PR-Agentur mitteilte. "Bereits vor Fertigstellung sind alle Wohnbausteine erfolgreich am Markt platziert worden und die Mieter der gewerblichen Flächen stehen fest", heißt es in gestochenem Marketing-Deutsch. "Ankermieter werden zwei bekannte Agenturen aus der Medienbranche sein." Vermietet ist die komplette Gewerbefläche aber noch nicht. (ane)

 

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ARTIKEL vom 30. April 2014

Bis 2016 soll es stehen, das neue Gebäudeensemble zwischen Kastanienallee und Schönhauser Allee. Der Kiez bekommt ein weiteres Luxusquartier.

Zwischen der Kastanienallee 97-99 und der Schönhauser Allee 148 befindet sich eine der letzten Brachen in Prenzlauer Berg. Einst betrieb hier der Gastronom Carl Puhlmann sein Gartenlokal, zuletzt wurde die Fläche als Parkplatz genutzt. Und bis 2016 soll in der Lücke für 30 Millionen Euro ein neues Quartier entstehen – der Puhlmannhof. Wie dieser Hof aussehen wird, zeigen nun die vom Projektentwickler Hamburg Team veröffentlichten Entwürfe. Der Kiez bekommt ein weiteres Luxusquartier. Alles andere wäre auf diesem Filetgrundstück eine stadtplanerische Überraschung gewesen.

Bestehen wird das Quartier aus drei Wohnhäusern und zwei Gewerbegebäuden, die in U-Form um einen Hof angeordnet sind. Dieser öffnet sich zur Kastanienallee hin. Geplant sind 18 Mietwohnungen mit jeweils zwei bis vier Zimmern auf 50 bis 115 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen 22 Eigentumswohnungen: zwei bis fünf Zimmer, ausgestattet mit Eichenparkett und Fußbodenheizung.

Wer hier einziehen möchte, benötigt ein recht üppiges Budget: 208,3 Quadratmeter im sechsten Obergeschoss kosten den künftigen Besitzer rund 1,5 Millionen Euro. Kleiner und tiefer geht es auch: 67,6 Quadratmeter im zweiten Stock sind für 295.000 Euro zu haben, wie aus einer online veröffentlichten Preisübersicht hervorgeht. Wie hoch der Quadratmeterpreis für die Mietwohnungen liegen wird, ist noch unklar. Sämtliche Wohnungen befinden auf der Seite der Kastanienallee.

 

Architekten von Marthashof wieder am Start

 

Zur Schönhauser Allee hin entsteht ein siebengeschossiges Gewerbegebäude mit Räumen für Büros und Läden. Zehn Ladenflächen verteilen sich auf die Erdgeschosse im gesamten Gebäudeensemble. Je nach Lage dürfte die Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter 22 Euro bis 35 Euro betragen, schätzt man beim Projektentwickler auf Anfrage. Die Preisspanne für die Büroflächen liegt derzeit zwischen 14,50 Euro und 16 Euro. Außerdem sind 53 Tiefgaragenplätze in Planung. Als Bauherrin fungiert die HTP Entwicklungsgesellschaft Kastanienallee, eine Tochtergesellschaft der Hamburg Team. Die Belieferung der kompletten Baustelle soll über die Schönhauser Allee erfolgen.

Die für den Puhlmannhof zuständigen Architekten haben mit Neubauprojekten in Prenzlauer Berg bereits so ihre Erfahrungen gemacht: Das Berliner Büro Grüntuch Ernst hat auch den Marthashof am Mauerpark entworfen, den Kritiker gern als Gated Community beschreiben. Der Puhlmannhof ist im Vergleich dazu sehr offen konzipiert: Ein 5,8 Meter hoher Durchgang soll die Schönhauser mit der Kastanienallee verbinden – wie einst von der Verwaltung gefordert.

Das Grundstück befand sich bis 2011 im Besitz des Berliner Liegenschaftsfonds, der es dann an den Hamburger Projektentwickler verkaufte. In der BVV war die Zukunft der Fläche schon länger ein Thema: Gefordert wurden 2008 eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung, später ein städtebaulicher Wettbewerb sowie ein Bebauungsplan. Ein Ziel war es damals, für eine Mischung zwischen Wohnen und Gewerbe zu sorgen, die für die Kastanienallee typisch ist.

 

Info: Der Verein IG Castingcarrée veranstaltet in Anwesenheit der Projektentwickler am 6. Mai, 19:30 Uhr einen Infoabend zur Bauplanung und zum Nutzungskonzept. Ort: GLS Campus, Kastanienallee 82, Anmeldung unter info@castingcarree.de

 

 

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Kommentare

1 | frank naber | 30. Apr. 2014 15:45

beliebig, retortig, charakter- und seelenlos. passt also ganz gut ins neue prenzlauer berg.

2 | Frank Möller | 30. Apr. 2014 17:52

Das ist nicht der Entwurf, der vor einigen Monaten herumgereicht wurde. Man muss wohl dankbar sein, dass es überhaupt eine Öffnung zur Kastanienallee geben soll, falls das Bild die tatsächliche Planung wiedergibt. Und vorausgesetzt, dass die Öffnung tatsächlich bleibt und nicht wie im Marthashof ein Zaun gezogen wird...

3 | frank naber | 01. Mai. 2014 16:16

Wie bei uns hier im Bötzowviertel die "Schweizer Gärten". Tonnenschweres Stahltor und uniformierter Doorman... Wie gesagt, passt einfach alles gut ins neue Prenzlauer Berg. Mich amüsiert das nur noch...

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