Bar Bassy Club

Bassy Club zu vermieten

von Kristina Auer 29. März 2018

In einem Monat ist der Bassy Club am Pfefferberg Geschichte. Im Netz wird ein Nachmieter gesucht. Das Bassy verabschiedet sich Ende April mit einer einwöchigen Megaparty.


„Nach 20 Jahren sehe ich meinen Kulturauftrag erstmal als erfüllt an“, sagt Tammi Torpedo. Ende Mai schließt die Legende des Prenzlauer Berger Nachtlebens den Bassy Club am Pfefferberg, zum Leidwesen aller nicht an elektronischer Musik interessierten Nachtschwärmer.

 

Flagshipstore, Filiale, Atelier – oder doch wieder ein Club?

Im Netz wird derweil nach einem Nachmieter für den Club am Pfefferberg gesucht. Ab 2. Mai ist das Lokal, dessen Lage in Prenzlauer Berg als „alternativ, kreativ und doch gehoben“ beschrieben wird, zur Nutzung frei. Der Mietpreis für den 356 Quadratmeter großen Laden ist Verhandlungssache. „Wir finden es auch sehr schade, dass ein Club mit so langer Geschichte schließt“, sagte uns ein Mitarbeiter der Maklerfirma tkiBERLIN am Telefon. Man hoffe, dass vielleicht wieder ein neuer Club einziehe. Laut Anzeige könnte es aber auch ein Flagshipstore, eine Filiale oder ein Atelier werden. So oder so muss der neue Betreiber aber erstmal renovieren.

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Bassy Club Pfefferberg

Der Bassy-Club am Fuße der Schönhauser Allee (Foto: tkiBERLIN)

Der Bassy Club verabschiedet sich Ende April mit einer einwöchigen Megaparty. An jedem Abend werden die großen Veranstaltungsreihen, Bands, und DJs, die das Bassy über die Jahre berühmt gemacht hat, große Abschiedsparties feiern. Manche der Veranstaltungen wie die 20er-Jahre-Party „Bohème Sauvage“ am 30. April sind schon jetzt ausverkauft. Auch an den anderen Abenden lohnt es sich, früh da zu sein, sagt Tammi Torpedo: „Es wird supervoll.“ Besonders empfiehlt der Bassy-Chef die lange Tanznacht mit allen DJs am Sonntag, den 29. April. Den absolut letzten Paukenschlag unter die 20-jährige Clubgeschichte am Pfefferberg setzt der 1. Mai. Angelehnt an die Fête de la Musique sind an diesem Tag traditionell schon ab nachmittags Tür und Tor bei freiem Eintritt geöffnet.

 

Clubleiter gesucht

Wenn sich jemand findet, der den Club an einem anderen Ort weiterführen will, könnte das Bassy auch wieder auferstehen:“Wir haben das ganze Know-How, ein geniales Programm und alle Bands und DJs wären auch sofort wieder dabei“, sagt Tammi. Nur die Führung müsse jetzt mal die nächste Generation übernehmen: „Wir alten Säcke können den Jungen ja nicht sagen, wie gefeiert wird, das müssen die selber entscheiden.“ Wer sich angesprochen fühlt, solle sich gerne hier bei ihm melden: t.torpedo@bassyclub.com

Und Tammi selbst? Will nachdem der Bassy-Abschied über die Bühne gebracht ist erstmal ein Jahr auf Weltreise gehen – „mit dem Rucksack und zu Fuß“. Wir wünschen gute Reise, eine denkwürdige Abschiedsfete und (hoffentlich) eine goldene Zukunft für den Bassy Club!

 

Titelfoto: tkiBERLIN

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