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Mieterprotest und Architekt

02.04.2017 | Redaktion der Prenzlauer Berg Nachrichten

Wir hätten am liebsten nur von Sonne, Eis und Blütenpracht geschrieben, aber die Wohnungssituation in Prenzlauer Berg lässt uns auch diese Woche nicht los. Außerdem gehts um Architektur und darum, wie unser Stadtplan aussähe, wenn Berlin Aleppo wäre.

Liebe Mitglieder!

Das Thema Wohnungsnot und Mieten lässt uns nicht los: Nach den Mietkündigungen in der Immanuelkirchstraße, die erst vor kurzem für Entrüstung sorgten, folgt schon der nächste Mieterprotest: mit einem großen roten Banner protestieren die Bewohner der Prenzlauer Allee 45 seit Sonntag gegen den Verkauf ihres Hauses. Worum es diesmal geht, lest Ihr in den:

Themen der Woche: Mieterprotest und Architekt

  • Noch bezahlbares Zuhause: Die Mieter der Prenzlauer Allee 45 fürchten, dass sie durch den Verkauf des Hauses ihre Wohnungen verlieren. Der Käufer soll ein "entwicklungsfreudiger Investor" sein.
  • Trotz Milieuschutz und Zweckenfremdungsverbot hat der Bezirk bisher nichts gegen den jahrelangen Leerstand in dem Wohnhaus unternommen. Jetzt soll es für ein Eingreifen zu spät sein. Lässt der Bezirk die Mieter alleine?
  • Auch das Theater o.N protestiert dagegen, dass sein Mietvertrag in der Kollwitzstraße 53 nicht verlängert werden soll - und zwar mit Soli-Freitagen un Unterstützung aus der Senatsverwaltung. Wir waren dort und haben "Scheiße mit Reis" gesungen.
  • Wohnhäuser mal aus einer anderen Perspektive: Was wird gerade eigentlich so gebaut, und wie sollten Häuser heute aussehen? Ich habe mich mal umgesehen und einen Experten gefragt. Oh Prenzlauer Berg, Deine Neubauten.


Und was ist sonst los in Prenzlauer Berg?


***
Kriminelles und Unschönes aus dem Kiez:
Diese Berliner Themen sind wichtig für uns:
Neu in Prenzlauer Berg...

...ist dieser Schriftzug am S-Bahnhof Schönhauser Allee. Ist das noch Street Art oder schon Philosophie? Wir schicken auf jeden Fall LG von der ganzen Redaktion!

Termine und Tipps:

Das habt Ihr vielleicht verpasst:

Unser Zitat der Woche:
  • Gerade sieht es so aus, als wolle man das Berlin der Gründerzeit wiederherstellen, aber leider nicht mit Häusern gründerzeitlicher Qualität. Dabei gäbe es eigentlich gute Gründe, das nicht zu tun. Denn das war eine enge, dunkle Stadt, in kaum einer Wohnung im Hinterhof kam mal ein Lichtstrahl vorbei. Die Lücken, die der Krieg ins Stadtbild von Prenzlauer Berg geschlagen hat, machten später ja gerade den Charme aus.
Das sagt Architekt Tobias Engelschall über den Wohnungsneubau in Prenzlauer Berg.

Und ich tue jetzt das, was Ihr alle heute oder spätestens morgen tun solltet, liebe Mitglieder: ich nehme mir eine Decke und ein Buch und lege mich in die Sonne. Früüüühling, ich komme!!!

Habt ein wunderbares Wochenende!

Eure Kristina Auer & die ganze Redaktion

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